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Der perfekt Start in den Tag

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02.01.2022

Mindful Morning – Finde deine Morgenroutine für den perfekten Start in den Tag

Dem Wort Morgenroutine bist du in letzter Zeit schon öfter begegnet? Es scheint wie Meditation ein neuer Trend zu sein. Aber warum? Was ist an einer Routine so gut? Warum ausgerechnet am Morgen mit einer Routine starten?

Ich nenne es auch gern Mindful Morning, weil Routine oft negativ besetzt ist. Eine Morgenroutine ist aber ganz das Gegenteil und ist etwas wunderbares. Was ich darunter verstehe? Einen achtsamen Start in den Tag. Du kennst doch sicher das Gefühl, der Wecker klingelt, du drückst aus Versehen den Stop Button anstelle des Snooze Buttons. Eine Stunde später wachst du voller Panik auf, weil du verschlafen hast. Du springst unter die Dusche, mit der Zahnbürste im Mund, stürzt deinen Kaffee runter und eilst aus dem Haus. Wie fühlt sich das an? Wie verläuft dein weiterer Tag? Hast du das Gefühl, dieser unruhige, unbewusste Start in den Tag zieht sich wie ein roter Faden durch deinen Tag und es kommt keine Ruhe rein?

Dann stell dir mal vor, wie es ist, ganz entspannt und voller Ruhe in den Tag zu starten. Der Wecker klingelt, vielleicht snoozt du noch einmal, bevor du aufstehst. Ohne viel nachdenken zu müssen, weißt du was deine nächsten Schritte sein werden, die dich langsam auf deinen Tag vorbereiten. Du hast deine Morgenroutine gefunden, die zu dir passt. Sei es eine Runde Yoga, ein Kaffee oder Tee beim Journaling oder deine Joggingrunde, um für den Tag bereit zu sein.

Es gibt nicht „die Eine“ für alle passende Morgenroutine. Jeder sollte seinen Start in den Tag ganz individuell für sich gestalten. Das ist einer der wichtigsten Schritte, um auch wirklich am Ball zu bleiben. Lass dich gern inspirieren von anderen Menschen, probiere dich aus und bekomme ein Gefühl dafür, was dir gut tut, um in den Tag zu starten und um mit dieser Energie durch den Tag zu gehen.

So wie du in deinen Tag startest, hat einen sehr großen Einfluss darauf, wie dein Tag verläuft. Startest du entspannt und gut gelaunt in den Tag, dann strahlst du das aus. Wie schon das Gesetz der Anziehung sagt, Gleiches zieht Gleiches an. Heißt: das was du aussendest, was du gibst, empfängst du auch wieder.

Eine Routine spart Ressourcen. Du beginnst deinen Tag nicht damit, viel nachzudenken und Entscheidungen zu treffen. Das spar dir lieber für später auf. Wir müssen täglich so viele Entscheidungen treffen (gesagt wird zwischen 20.000 und 35.000), ob bewusst oder unbewusst, und das zieht Energie. Routinen werden zu Gewohnheiten, und der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Über eine Gewohnheit müssen wir nicht nachdenken, wir müssen nicht entscheiden, wir machen es einfach. Deshalb ist es so wichtig, dass du deine Morgenroutine findest. Einen Start in den Tag, der zu dir passt und die Basis für den Verlauf des Tages ist. Es muss auch gar nicht lang dauern. Zehn Minuten können reichen, Hauptsache du bleibst dabei.

Tipps für eine Morgenroutine

Genügend Schlaf

Umso leichter fällt dir das Aufstehen und du fühlst dich erholter. Finde deinen Schlafrhythmus.

Bleibe Offline während deiner Morgenroutine

Bei der Morgenroutine soll es nur um dich gehen. Deshalb minimiere die Einflüsse von außen so lange wie es geht. Lass deinen Fokus bei dir und lasse dich nicht ablenken von deinen Social Media Kanälen, Nachrichten etc.. Nichts davon hat was mit dir zu tun. Nimm wahr, wie es dir nach dem Aufstehen geht, körperlich und mental.

Bevor du etwas zu dir nimmst: Zähne putzen, gern auch Öl ziehen

Unser Körper entgiftet über Nacht und sondert einen Großteil über den Mund ab. Du kennst sicher den Belag auf der Zunge. Diese Giftstoffe würdest du dann wieder in deinen Körper spülen.

Ayurveda (eine alte indische, ganzheitliche Heilmethode) empfiehlt auch die Zunge abzuschaben und für ein paar Minuten Öl zu ziehen, um die Giftstoffe aus dem Mund zu entfernen. Mit dem Öl im Mund kann man ganz wunderbar unter die Dusche hüpfen und danach dann die Zähne putzen. Ich nehme gern Kokosöl, nachdem ich die Zunge gereinigt habe. Aber auch andere gute Öle können genutzt werden.

Wasser trinken

Unser Körper entgiftet nicht nur über Nacht, er dehydriert auch. Ein großes Glas Wasser – Ayurveda empfiehlt warmes Wasser – macht den Körper wach und unterstützt auch den Abtransport der über Nacht ausgeschieden Giftstoffe. Das warme Wasser regt die nach der Nacht noch träge Verdauung an. Warum warmes Wasser? Warmes Wasser entspricht unserer Körpertemperatur und ist vom Körper leichter zu verarbeiten.

Licht macht wach

Eigentlich erkennt unser Körper von allein, wann es Tag ist. Nur Vorhänge oder Rollos erschweren das. Zusätzlich wird im Dunkeln das Schlafhormon Melatonin ausgeschüttet. Durchflute dein Zimmer mit Licht und unterstütze deinen Körper wach zu werden.

Nimm dir Zeit für deine Morgenroutine

Vielen Menschen hilft Bewegung, um in den Tag zu starten, vom Joggen bis zum Yoga oder auch Dehnübungen. Es gibt genug Inspiration auf Youtube. Auch hier muss es keine Stunde oder halbe Stunde sein. Wichtiger ist ein bewusster Moment der Bewegung und des Nachspürens.

Du kannst dir aber auch einfach Zeit nehmen zu lesen oder aufzuschreiben, wofür du dankbar bist, oder was deine Wünsche und Ziele sind. Alles kann, nichts muss.

Wenn es dir hilft deinen Tag zu strukturieren, schreibe auf, was du heute vorhast. Plane dir Pausen ein.

Vielleicht magst du auch kreativ sein oder eine neue Sprache lernen.

Suche die Stille

Und wenn es „nur“ 5 Minuten sind, die du meditierst, eine Yogaübung oder Atemübung machst. Du nimmst wahr wie es dir geht, welche Gedanken dich beschäftigen und wie du damit umgehen willst. Du schärfst dein Bewusstsein für den Tag.

Das wichtigste ist aber: deine Morgenroutine muss Spaß machen. Es darf nicht der Gedanke entstehen „jetzt muss ich auch noch eine Morgenroutine in meinen Tag quetschen“. Wie schon geschrieben, es muss gar nicht lange dauern.

Nutze die wichtigste Zeit des Tages. Entwickle deine individuelle Morgenroutine, um diese wertvollen Stunden besser zu nutzen und so das Fundament für deinen Tag zu legen.