
Hormon-Yoga
Fühlst du dich aus dem Gleichgewicht, hast mit Stimmungsschwankungen zu kämpfen oder nimmst ohne erkennbaren Grund zu? Möglicherweise sind deine Hormone dafür verantwortlich. Doch bevor du dich mit einem dauerhaften hormonellen Ungleichgewicht abfinden musst, gibt es eine natürliche, bewährte Methode, die dir helfen kann: Hormon-Yoga.
Diese besondere Yogaform vereint klassische Körperhaltungen mit gezielten Atem- und Energietechniken, um dein Hormonsystem zu unterstützen. Ganz gleich, ob du unter Schilddrüsenproblemen, Wechseljahresbeschwerden oder stressbedingten hormonellen Schwankungen leidest – Hormon-Yoga kann dir helfen, neue Energie und innere Ausgeglichenheit zu finden.
In diesem Artikel erfährst du, was Hormon-Yoga ist, welche Hormone dabei angesprochen werden und wie du es in deinen Alltag integrieren kannst. Du erhältst außerdem Anleitungen zu wirksamen Übungen und Atemtechniken, mit denen du dein hormonelles Gleichgewicht gezielt fördern kannst.
Was ist Hormon-Yoga?
Hormon-Yoga ist eine spezielle Yogaform, die auf die Aktivierung und Regulierung des endokrinen Systems abzielt. Entwickelt wurde es von der brasilianischen Yogalehrerin Dinah Rodrigues. Die Methode kombiniert klassische Hatha-Yoga-Übungen mit dynamischen Atemtechniken und energetisierenden Bewegungen.
Ziel ist es, bestimmte Drüsen wie die Schilddrüse, die Eierstöcke und die Nebennieren gezielt zu stimulieren und deren Hormonproduktion zu fördern.
Vorteile von Hormon-Yoga
- Linderung von Symptomen der Wechseljahre wie Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen
- Regulierung des Menstruationszyklus
- Unterstützung der Fruchtbarkeit
- Erhöhung des Energielevels
- Abbau von Stress und innerer Anspannung
- Förderung des allgemeinen Wohlbefindens
- Verbesserung von Schlaf und Stimmung durch Einfluss auf Serotonin, Dopamin und Melatonin
Unterschiede zum klassischen Yoga
- Fokus auf hormonproduzierende Drüsen
- Kombination von statischen Haltungen mit dynamischen Bewegungen
- Gezielte Atemtechniken zur Stimulierung des Hormonsystems
- Feste Übungsabfolgen, speziell auf hormonelle Balance ausgerichtet
- Oft kürzere, aber intensivere Übungseinheiten (30 bis 45 Minuten)
Die wichtigsten Hormone und ihre Verbindung zum Hormon - Yoga
Cortisol – das Stresshormon
Durch regelmäßiges Üben kann Hormon-Yoga den Cortisolspiegel senken und somit zur hormonellen Balance beitragen, da Entspannungstechniken, wie sie im Hormon-Yoga angewendet werden, den Körper dabei unterstützen, mit Stresssituationen gelassener umzugehen und zur inneren Ruhe zu finden. Gleichzeitig fördern bestimmte Atemübungen und Körperhaltungen die Aktivierung des parasympathischen Nervensystems, was dazu beiträgt, die stressauslösende Wirkung von Cortisol deutlich abzuschwächen.
Schilddrüsenhormone
Nackenstreckende und umkehrende Positionen im Hormon-Yoga stimulieren gezielt die Schilddrüse und können ihre Funktion positiv beeinflussen, wobei Hormon-Yoga sowohl bei einer Überfunktion als auch bei einer Unterfunktion unterstützend wirken kann. Zusätzlich trägt der durch Yoga geförderte Stressabbau indirekt zur Gesundheit der Schilddrüse bei, da ein ausgeglichener Hormonhaushalt eng mit einem entspannten Nervensystem verbunden ist.
Östrogen und Progesteron
Hormon-Yoga kann dabei helfen, unregelmäßige Zyklen zu harmonisieren und so zu einem ausgeglicheneren weiblichen Hormonhaushalt beizutragen, wodurch auch Beschwerden in den Wechseljahren wie Hitzewallungen oder Reizbarkeit spürbar gelindert werden können. Gleichzeitig fördert die durch Hormon-Yoga unterstützte hormonelle Balance die Fruchtbarkeit, da körperliches und emotionales Wohlbefinden eng mit der Funktion des Fortpflanzungssystems verbunden sind.
Testosteron
Hormon-Yoga kann bei Männern die Testosteronproduktion auf natürliche Weise anregen und so zu mehr Energie, Vitalität und Ausgeglichenheit beitragen, während es bei Frauen mit erhöhtem Testosteronspiegel, wie etwa bei PCOS, regulierend wirken und das hormonelle Gleichgewicht unterstützen kann. Zusätzlich fördert der durch Hormon-Yoga begünstigte Stressabbau das allgemeine Wohlbefinden und wirkt sich positiv auf die Libido sowie auf eine stabile hormonelle Balance aus.
Hormonregulierende Yoga-Übungen
Umkehrhaltungen (für die Schilddrüse)
- Schulterstand: regt die Schilddrüse an, verbessert die Durchblutung
- Pflug: massiert die Schilddrüse, hilft beim Stressabbau
- Beine an der Wand: sanfte Umkehrhaltung, beruhigt das Nervensystem
Diese Haltungen stimulieren die Schilddrüse, fördern die Durchblutung, unterstützen den Stressabbau und wirken insgesamt beruhigend auf das Nervensystem.
Drehhaltungen (für die Nebennieren)
- Drehung im Sitzen (Ardha Matsyendrasana)
- Liegende Drehung (Jathara Parivartanasana)
- Stehende Drehung (Parivrtta Trikonasana)
Diese Haltungen massieren die Nebennieren und fördern die Produktion stressregulierender Hormone.
Hüftöffner (für Reproduktionshormone)
- Schmetterlingshaltung (Baddha Konasana)
- Taube (Eka Pada Rajakapotasana)
- Weite Vorbeuge im Stehen (Prasarita Padottanasana)
Diese Haltungen lösen emotionale Anspannung und fördern den Energiefluss im Beckenbereich.
Vorbeugen (zur Stressreduktion)
- Stehende Vorbeuge (Uttanasana)
- Sitzende Vorbeuge (Paschimottanasana)
- Kindhaltung (Balasana)
Diese Haltungen wirken beruhigend, helfen beim Loslassen und unterstützen die hormonelle Balance über Stressabbau.
Atemtechniken zur Hormonregulierung
Wechselatmung (Nadi Shodhana)
- Beruhigt das Nervensystem
- Senkt Cortisol
- Unterstützt die Hormonproduktion durch verbesserte Durchblutung der Drüsen
- Ideal für tägliche Praxis, etwa 5–10 Minuten
Kühlender Atem (Sitali Pranayama)
- Wirksam bei Hitzewallungen und innerer Hitze
- Wirkt ausgleichend auf den Östrogenspiegel
- Reduziert Nervosität und emotionale Unruhe
Belebender Atem (Bhastrika)
- Aktiviert die Schilddrüse
- Fördert den Stoffwechsel
- Steigert die Sauerstoffversorgung
- Hilfreich bei Energielosigkeit und Antriebsschwäche
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Weitere Bewegungsformen zur Unterstützung deiner Hormone
Neben Hormon-Yoga können auch andere Bewegungsformen das hormonelle Gleichgewicht positiv beeinflussen. Leichtes Ausdauertraining wie Schwimmen oder Radfahren stärkt das Herz-Kreislauf-System und fördert den Stressabbau. Krafttraining mit dem eigenen Körpergewicht sowie Kampfsport (zB Kickboxen, Boxen oder Taekwondo) unterstützt den Muskelaufbau und die Stoffwechselaktivität. Pilates kräftigt gezielt die Körpermitte und verbessert die Körperhaltung. Spaziergänge in der Natur wirken beruhigend, fördern die Vitamin-D-Produktion und tragen zur mentalen Ausgeglichenheit bei.
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Fazit
Hormon-Yoga ist ein wirksamer, natürlicher Weg, dein Hormonsystem ins Gleichgewicht zu bringen. Durch gezielte Yoga-Übungen, Atemtechniken (Pranayama) und gesunde Lebensgewohnheiten kannst du wichtige Hormone regulieren und dein körperliches sowie seelisches Wohlbefinden deutlich verbessern.
Beginne am besten mit einigen wenigen Übungen und Atemtechniken, die du regelmäßig praktizierst. Der Schlüssel liegt in der Kontinuität – wer regelmäßig übt, wird die positiven Wirkungen auf Energie, Stimmung und Gesundheit schon bald spüren.
Nutze die Kraft des Hormon-Yoga, um deine innere Balance wiederzufinden und deine Gesundheit ganzheitlich zu fördern.
Quellen
- https://www.yogaeasy.de/artikel/hormon-yoga-wirkung
- https://ognx.com/blogs/journal/alles-uber-hormon-yoga-ubungen-wirkung-und-ziele?srsltid=AfmBOoppgHfxYsSa0Co4FXWK0HUVrmkbpk1rwYi2nIQ9b25WlpYvhuIF
- https://www.einfachganzleben.de/meditation-achtsamkeit/hormon-yoga-uebungen
- https://www.lotuscrafts.com/blogs/blog/hormon-yoga-uebungen?srsltid=AfmBOoptTqzbNix647DmDe3N0yJFkviX64dooZgwD92026WQE8Vm7xY0
- https://ovularing.com/blog/was-ist-eigentlich-hormonyoga/
- https://www.lotusmoonyoga.ca/about-dinah-rodrigues.html
- https://laufmamalauf.de/hormonbalance-auf-dem-teller-die-besten-lebensmittel-fuer-jede-zyklusphase/#:~:text=Proteinreiche%20Lebensmittel%3A%20Eiwei%C3%9Fe%20liefern%20die,von%20Insulin%20und%20Leptin%20sind.